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27. August 2017

Besuch in Afyon

„Zeit für Dialoge?“ wundert sich Roland Koslowski, Ratsherr der LINKEN, im Hinblick auf den Leserbrief der DITIB Gemeinden und des Vereins Mosaik in Hamm. Dialoge könnten nur auf Augenhöhe stattfinden, unter Achtung der Menschenrechte.

„Präsident Erdogan beschimpft bundesdeutsche Politikerinnen und Politiker, bedroht sie, ausländische Staatsangehörige werden in der Türkei zu Unrecht inhaftiert, ganz zu schweigen davon, welchen Ungerechtigkeiten und Schikanen sich die Opposition in der Türkei gegenübersieht – z.B. befindet sich der Chef der Oppositionspartei HDP schon seit fast 10 Monaten im Gefängnis. Dass die Bundesregierung vor diesem Hintergrund von Reisen in die Türkei abrät, ist ein richtiges Signal und längst überfällig“, bezieht Koslowski klar Position. 

Eine klare Positionierung hätte er auch von türkischen Verbänden und Vereinen erwartet, vor allem auch von den DITIB Gemeinden und dem Verein Mosaik hier vor Ort, aber auch von der Wählergruppe pro Hamm. „Doch leider drucksen diese herum, sprechen von „Integration“ und einem „Miteinander“ und umgehen so den Kern der Debatte. Denn sogar unser Miteinander wird von Erdogan beeinflusst. Er versucht, die in Deutschland lebenden Türkeistämmigen für seine Interessen zu instrumentalisieren und zu spalten. Um das zu verhindern, ist eine Neuausrichtung in der Integrationspolitik auch hier bei uns in Hamm notwendig, denn so wie bisher kann es nicht weitergehen!“, so Koslowski.

Es ist eben kein Zufall, dass Ismail Erkul, Vorsitzender einer Ditib-Gemeinde in Wiescherhöfen und Sprecher aller fünf Ditib-Gemeinden in Hamm, aber auch Vorsitzender des Integrationsrates der Stadt Hamm und SPD-Vize-Chef nach Afyon gereist ist. Das passe durchaus ins Schema, denn „Herr Erkul bietet Erdogan keineswegs die Stirn. Herr Erkul ist der Statthalter der AKP in Hamm und wird in Afyon schweigen, jubeln und applaudieren - gemeinsam und im Schulterschluss mit den AKP Vertretern und Grauen Wölfen“, so Koslowski abschließend.