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18. Dezember 2017

Handlungsbedarf beim ÖPNV

„Wenn Heessener Bürger*innen mit dem Bus zum Beispiel zum Maxi-Park oder zum Tierpark fahren möchten, haben sie – überspitzt gesagt – eine kleine Weltreise vor sich. Die Fahrt dauert lange und ist teuer. Hier herrschen unzumutbare Zustände“, kritisiert Selda Izci, Bezirksvertreterin der LINKEN in Heessen, den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).

Es bestehe dringender Handlungsbedarf, was die Taktung, die Preise und die Streckenführung betreffe. Izci plädiert für eine Ringbuslinie, die alle Bezirke miteinander verbindet.

„Kürzlich wurde im Rat eine Garantieerklärung für das Sozialticket gegeben, dabei kann in Hamm von einem „Sozialticket“ nicht die Rede sein, denn der Preis dafür liegt deutlich über dem bei Hartz IV für Nahverkehr vorgesehenen Satz. Wir haben also ein preisreduziertes Abo, das uns als „Sozialticket“ verkauft wird. DIE LINKE aber versteht Mobilität als Grundrecht, daher muss der ÖPNV bezahlbar und barrierefrei – kurz: für alle Menschen verfügbar - sein! Kinder, Alte, Menschen mit Behinderung, Umweltbewusste und auch Menschen mit wenig Geld haben das Recht auf Mobilität. Auch sie müssen zum Arzt, zum Einkaufen oder Freunde und Verwandte besuchen“, so Izci.

Mobilität sei in unserer Gesellschaft eine der wichtigsten Voraussetzungen für die erfolgreiche Teilhabe am Arbeitsmarkt, aber auch für die Teilnahme am sozialen und kulturellen Leben in der Gesellschaft.

Die Zukunft der Mobilität müsse um der Umwelt aber auch der Entlastung der Straßen willen im Ausbau des ÖPNVs liegen. Dazu müsse dieser deutlich attraktiver gemacht werden. „Es kann nicht sein, dass man eine Stunde auf den nächsten Bus warten muss, der letzte Bus schon um 19 Uhr fährt und man für diesen miserablen Service auch noch jeweils 2,75 Euro für die Hin- und Rückfahrt bezahlen muss“, bemängelt Izci den aktuellen Zustand.

Anstatt immer wieder die Kosten des ÖPNV in den Vordergrund zu rücken, solle seine Aufgabe, nämlich die Schaffung von Mobilität für die Menschen, in den Fokus gerückt werden. „Der ÖPNV war und ist nicht kostendeckend und muss es auch nicht sein. Denn er gehört zur öffentlichen Daseinsvorsorge und wird zudem von allen Bürger*innen in dieser Stadt finanziert“, erläutert Izci.