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0269/21 Straßenbenennung zu Ehren von Esther Bejarano

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

kürzlich verstarb die engagierte Antifaschistin und Überlebende des KZ Auschwitz-Birkenau. Bis zuletzt war sie Ehrenvorsitzende der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA), Mitglied im Internationale Auschwitz Komitee (IAK) und Kulturschaffende, die mit oft streitbaren Wortmeldungen über viele Jahrzehnte wichtige Impulse für Demokratie, Erinnerungskultur und Gleichberechtigung gab.

Mehrfach besuchte sie die Stadt Hamm. Hier sprach sie, beispielsweise im September 2018, in der evangelischen Jugendkirche, über ihre Erinnerungen an Auschwitz und über die Gefahr, die von der AfD ausgeht. Viele Bürgerinnen und Bürger der Stadt Hamm nahmen Anteil an ihrem Tod und würdigten ihr Wirken.

Esther Bejarano war ein Vorbild – ihre Haltung, ihre Engagement, auch ihr Optimismus. Sie hat ihre Stimme mit einer unglaublichen Kraft gegen alle Formen rechter Hetze und Gewalt erhoben. Sie hat Brücken gebaut, kulturell und generationsübergreifend. Jahrelang stand sie gemeinsam mit der Microphone Mafia auf den Bühnen dieser Republik

Neben unser aller Verantwortung in ihrem Sinne die Zukunft zu gestalten, Antifaschismus als grundlegende Haltung dieser Gesellschaft zu etablieren, sollte die Stadt Hamm die Erinnerung an Esther Bejarano wach halten, indem eine Straße nach ihr benannt wird.

 

Der Rat der Stadt Hamm möge beschließen:

Die nächste neu zu benennende Straße in der Stadt Hamm wird nach Esther Bejarano benannt. Unabhängig vom Stadtbezirk.

 

Mit freundlichen Grüßen

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