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Simone Zill

0528/17 - Portrait Erich Deter

Sehr geehrte Frau Simshäuser!

 

Wir begrüssen es sehr, dass die Gruppe "kritisches Gedenken in Hamm" den Diskurs über die Beteiligung verantwortlicher Hammer Bürger an den Gräultaten im sogenannten dritten Reich erneut angestoßen hat.

Wir sind jedoch der Auffassung, dass das Bild nicht entfernt, sondern mit einem Zusatztext zu versehen ist, der die Verbrechen des nationalsozialistischen Oberbürgermeisters detailiiert benennt.

Daher möge der Kulturausschuss folgenden Beschluss fassen.

Die Verwaltung wird beauftragt, unter dem Bild des Nationalsozialisten Deter einen Text anzubringen, der die Greueltaten detailliert beschreibt. Wünschenswert wäre es, dabei auf die als Anlage beigefügte Erklärung „Kritisches Gedenken Hamm“ zurückzugreifen.

Begründung und Zusatztextentwurf.

Deter war seit September 1932 Kreisleiter der NSDAP und ab 1933 Oberbürgermeister der Stadt Hamm. Ihm sind damit eine Vielzahl von Gräueltaten mit anzulasten, die in der Zeit des Nationalsozialismus in Hamm und Umgebung verübt wurden.

In seiner Position als Oberbürgermeister steht er damit stellvertretend für die Deportation tausender Menschen nach und aus Hamm und für den Mord an hunderten Jüd*innen, Roma, Sinti, sogenannten "Asozialen", Homosexuellen, körperlich und geistig "Behinderten", politisch Andersdenkenden und Kriegsgefangenen. Für die Pogrome in Hamm und die Durchführung der Gesetze über den eigentlichen Gesetzestext hinaus. Auch alle anderen Taten, an denen er nicht aktiv mitwirkte sind ihm aufgrund seiner Position mit anzulasten.

„Kritisches Gedenken Hamm“


Mit freundlichen Grüßen

Simone Zill                                                            Roland Koslowski

Mitglied im Kulturausschuss                         Fraktionsgeschäftsführer