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Roland Koslowski

0685/18 - Vergabepraxis der Fachverwaltung (Subsidarität)

Sehr geehrte Frau Schwienhorst,

in den vergangenen Monaten gab es wiederholt Anfragen (letztmalig in der Sitzung des Rates am 12.12.2017) zum Thema Kinder- und Jugendhilfe. Keine der Anfragen war dabei in der Sache zielführend und wurde dem Thema auch nur ansatzweise gerecht.

Daher möge der Ausschuss folgendes beschließen:
Die Mitglieder des  Kinder- und Jugendhilfeausschuss sind dem Wohl der Minderjährigen verpflichtet. Auf der Grundlage der Subsidarität ist auch in Hamm die Zusammenarbeit mit den lokalen Trägern der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtsverbände unumgänglich. Anbieterinteressen sind dabei nicht Entscheidungsgrundlage der Arbeit des Ausschusses. Die bisherige Vergabepraxis hat sich weitgehend bewährt und wird inhaltlich fortgesetzt, vorzugsweise mit Trägern, die einem Spitzenverband der Wohlfahrtspflege angehören.
Begründung:
Es ist nicht im Interesse der Minderjährigen, Auftragsvergaben an Anbieter der Kinder- und Jugendhilfe vorzunehmen, die über pseudo-inhaltliche (Rats-)Anfragen damit werben, bei angeblich gleicher Leistung günstigere Fachleistungsstunden anbieten zu können. Wir erwarten, dass die aktuellen Standards beibehalten werden,  Beschäftigte mit soliden und unbefristeten Arbeitsverträgen ausgestattet sind und auch die Qualifikationen der Mitarbeiter*innen nicht abgesenkt werden  Eine weitere Privatisierung der Kinder- und Jugendhilfe ist nicht wünschenswert – Kindeswohl ist keine Ware.

Mit freundlichen Grüßen


Roland Koslowski                                                Sven Kleinemeier
Mitglied im KJHA                                                  Fraktionsgeschäftsführer