Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

1630/18 Ausweitung des Industriegebietes Uentrop im Regionalplan Ruhr

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
Sehr geehrte Damen und Herren,
 
Dieser perfide Antrag von CDU und SPD hat vorrangig ein Ziel, die Hammer Bevölkerung, die gegen die Erweiterung des Industriegebiets in Uentrop kämpft, zum schweigen zu bringen!

2011 wurde bereits mit der Entwicklung des Regionalplans begonnen, es gab einen ständigen Austausch zwischen RVR und Stadt - Warum wurde nicht von vornherein nach einer anderen Lösung gesucht?

Ich kann es ihnen sagen - Es war nicht gewollt!

Erst als sich ein massiver Bürgerwiderstand formierte, sah sich sowohl die Verwaltung als auch die große Koalition dazu genötigt zu handeln.

Dabei herausgekommen - ist leider nichts!

Die Verwaltung soll prüfen ob es noch anderweitige Gewerbe- und Industrieflächen gibt. Aber wenn nicht, dann kommt die Ausweitung des K‘Park Süd trotzdem.

Das, meine Damen und Herren, ist die Quintessenz des Antrags von CDU und SPD.

Wenn wir uns einmal anschauen welche Art von Gewerbe und Industrie in Uentrop angesiedelt werden soll, welche Voraussetzung Unternehmen mitbringen MÜSSEN! um dort eine Baugenehmigung zu bekommen, dann wird schnell klar, dass es dafür keine Ersatzflächen geben wird.


Wir reden hier von Unternehmen die einen Platzbedarf von mindestens 8 ha haben müssen.

Von Unternehmen die einen so hohen Emmisionsausstoß haben, dass man sie nicht in die Nähe von Wohnbebauungen setzen kann

und von Unternehmen die mit Gefahrengütern arbeiten.

Herr Salomon, Herr Moor, wo wollen sie solche Unternehmen in Hamm ansiedeln?

Wir wollen und wir brauchen keine weitere Flächenversieglung in unserer Stadt. Wie uns Herr Holsträter letzte Woche freundlicherweise zusammenrechnete, stehen in Hamm ganze 150 ha Gewerbe- und Industriefläche zur Verfügung. Jetzt schon!

Was wir aber brauchen, und da gebe ich ihnen recht Herr Salomon, Herr Moor, das sind gute Arbeitsplätze. Arbeit von der man leben kann.

Was sich aber CDU und SPD unter guter Arbeit vorstellen haben sie in den vergangenen 20 Jahren zur genüge bewiesen.

Jahrzehntelang haben sie den Ausverkauf von Flächen an Logistikunternehmen befürwortet. Genau die Branche, die ständig wegen ihrer schlechten Arbeitsbedingungen in der Kritik steht.

Wie sagte Ministerpräsident Laschet kürzlich: Wir dürfen im Ruhrgebiet nicht nur Logistikunternehmen ansiedeln. Damit verkaufen wir uns unter Wert!

Herr Moor, wenn sie sich ihr „Hamm von morgen“ so vorstellen wie das Hamm von gestern, dann kann ich ihnen versprechen, dass sie damit keinen Erfolg haben werden.

Wir werden der Resolution der Grünen zustimmen
und selbstverständlich werden wir den Regionalplan Ruhr in dieser Form ablehnen.

 

Verwandte Nachrichten

  1. 19. März 2019 #keinIndustriegebiet: LINKE wirft Ratskoalition Augenwischerei vor