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Marion Josten

1769/19 Rückkehrberatung durch das DRK

Herr Oberbürgermeister, meine Damen, meine Herren,

noch vor wenigen Jahren haben wir in Hamm die Schließung von Kindertageseinrichtungen und Grundschulen diskutiert. Wir rechneten mit einem drastischen Bevölkerungsrückgang. Diese Annahme hat sich ins Gegenteil verkehrt.

Das ist auch dem Zuzug von Geflüchteten und Migranten zu verdanken,so dass wir mittlerweile nicht nur über zusätzliche und neue Kitas sprechen, sondern diese auch bauen und in Betrieb nehmen. Damit wird einmal mehr deutlich, Menschen, die zu uns kommen, schaffen und sichern Arbeitsplätze. Geflüchtete und ihre Familien sind eine Bereicherung für diese Stadt, nicht nur kulturell, sondern auch gesamtgesellschaftlich.

Deswegen glauben wir, wir sollten unsere Energie darauf verwenden, möglichst allen Menschen, die hier in dieser Gesellschaft leben möchten, ein gutes Leben mit möglichst vielen Teilhabemöglichkeiten zu ermöglichen.

Aus dieser grundsätzlichen Überlegung werden wir die vorgelegte Beschlussvorlage nicht mittragen.

Natürlich wissen auch wir, dass wir durch eine völlig fehlgeleitete Bundesgesetzgebung zum Themenkomplex der Migration und insbesondere die seit zwei Jahrzehnten brutal praktizierte Abwehr von Geflüchteten, daran gebunden sind, dass nicht alle Menschen hier bleiben dürfen. Aber, wir finden, wir sollten uns nicht willfährig zum Handlanger einer Politik machen, die uns dazu verdonnert gegen unsere Interessen als Kommune zu handeln. Deswegen nochmal: Menschen, die zu uns kommen, sind eine Bereicherung für unsere Stadt. Als Teil unseres Gemeinwesens tragen sie dazu bei, diese Stadt zu einem lebenswerten Ort zu machen.