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Alisan Sengül

Berichterstattung zur Zahl der Arbeitslosen

Der Negativtrend auf dem lokalen Arbeitsmarkt setzt sich fort, berichtet der WA in seiner Ausgabe vom 01.09.2010, wieder einmal sind überproportional Frauen und insbesondere Arbeitnehmer zwischen dem 55 und 65 Lebensjahr betroffen. Gleichzeitig sind Ausbildungsplätze Mangelware; auf einen Ausbildungsplatz kommen mehr als vier Bewerber/innen. Diese Situation ist nicht weiter hinnehmbar, erklärt Alisan Sengül, Fraktionsvorsitzender der Partei DIE LINKE. im Rat der Stadt Hamm. Entgegen dem Landes- und Bundestrend gelingt es in Hamm nicht, Arbeits- und Ausbildungsplätze zu schaffen und den Menschen damit nicht nur ein ausreichendes Einkommen, sondern auch eine berufliche Perspektive zu bieten. Gerade Schulabgänger werden jeglicher beruflicher Perspektiven beraubt. Erschreckend hoch auch die Zahl der Menschen mit Schwerbehinderung die ihren Arbeitsplatz verloren haben. Kontinuierlich ist die Zahl hier von Dezember 2009 bis August 2010 von 575 auf 664 angestiegen.

Wenn die Ratsmehrheit darauf verweist, dass die Stadt Hamm die geringste Verwaltungsdichte aller NRW Kommunen aufweist, dann ist das keine lobenswerte oder positive Entwicklung, sondern besorgniserregend. Den Schwerpunkt der lokalen Wirtschaftsförderung in den Bereich Logistik zu verlagern, beinhaltet die weitgehende Ignoranz gegenüber klein- und mittelständischen Unternehmen. Deshalb – auch im Hinblick auf die anstehenden Haushaltsberatungen – fordert die Fraktion den massiven Ausbau des öffentlichen Beschäftigungssektors, so Sengül weiter.

Nicht weitere Einsparungen, wie von den vier neoliberalen Ratsfraktionen gefordert, sondern Zukunftsinvestitionen für Menschen, müssen im Fokus einer Politik stehen, die Perspektiven schaffen will. Standards müssen eben nicht „überprüft“, sondern ausgebaut und personalintensiv erweitert werden. Die Stadt Hamm liegt im Bereich der Kaufkraft pro Kopf der Bevölkerung bereits NRW-weit auf einem der letzten Plätze. Weitere Arbeitsplatzverluste bzw. Stellenabbau sind in dieser Kommune nicht mehr zu kompensieren, so Sengül abschließend.