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DIE LINKE fordert Ausbau aufsuchender Sozialarbeit parallel zum KOD

„Ohne die Stärkung der aufsuchenden Sozialarbeit wird die Beschlussvorlage von SPD, Grünen und FDP kein “Aufbruch” sein. Das ist ein gefährlicher “Abbruch” der letzten Gesprächskanäle unserer Stadtgesellschaft”, erklärt Roland Koslowski. “Was in dieser Stadt wirklich fehlt, sind Ansprechpartner*innen, die beraten, begleiten, unterstützen, vermitteln und wenn gewünscht inkludieren. Die neu geschaffenen Stellen im kommunalen Ordnungsdienst (KOD) gehen an dieser Anforderung vorbei. Das zeigen auch die Schulungsunterlagen für die neuen Kolleg*innen. Wo nur auf Recht, Sauberkeit und Ordnung gesetzt wird, wie von der CDU gefordert und der Koalition umgesetzt, bleiben Menschen auf der Strecke.”

“Dieser Auffassung waren auch Teile der Bezirksvertretung Hamm – Mitte. Die CDU meldete zusätzlichen Beratungsbedarf und plädierte für die Verschiebung der Beschlussvorlage, die Grünen mahnten die fehlende Schulung im Bereich sozialer Kompetenz an. Das ist ein erster, wenn auch nur sehr kleiner Schritt in die richtige Richtung. Wir werden dem Ausbau des KOD im Rat zustimmen, denn jede sozialversicherungspflichtige Stelle, die in einer an der Belastungsgrenze arbeitenden Verwaltung aufgestockt wird, ist zu begrüßen. Wir fordern allerdings parallel dazu, die aufsuchende Sozialarbeit im gleichen Umfang auszuweiten”, so Koslowski weiter. “Andere Kommunen sind da bedeutend fortschrittlicher. Dort ist erkannt worden, dass Teamarbeit der Schlüssel zum Erfolg ist. Gemeinsame Teams aus KOD und aufsuchender Sozialarbeit. Eine intakte und solidarische Gesellschaft bietet Gespräche und Ansprechpartner*innen an, sie versucht zu vermitteln und zu verstehen. Das aber genau ist nicht Aufgabe des KOD. Die Konzentration auf den repressiven Ansatz ist ein Irrweg, denn durch Verdrängung wird kein Problem gelöst.”

„Wir haben immer wieder erlebt, wie die Stadt mit sogenannten „autonomen Gruppen im öffentlichen Raum“ umgeht. Dort kam verstärkt der Kommunale Ordnungsdienst zum Einsatz. Dieses Vorgehen löst keine Probleme, sondern verschiebt sie innerhalb des Stadtgebietes. Der richtige Ansatz wäre hier ein empathisches Gesprächsangebot. Streetworker*innen, also die aufsuchende Sozialarbeit, waren auch in der Stadt Hamm jahrzehntelang eine Selbstverständlichkeit. Diese Stellen sind leider dem Rotstift zum Opfer gefallen, die Auswirkungen der damaligen Versäumnisse erleben wir aktuell. Die aktuelle Koalition unter Einbeziehung der CDU scheint aus den Fehlern der Vergangenheit allerdings nichts gelernt zu haben“, so Koslowski abschließend.

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