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DIE LINKE fordert Wohnraumoffensive

„Es ist zu begrüßen, dass die Stadt Hamm Geflüchtete aus der Ukraine aufnimmt und Wohnraum zur Verfügung stellen möchte. Völlig unverständlich ist allerdings die Tatsache, dass dies nur für Geflüchtete aus der Ukraine gelten soll. Weltweit sind Menschen auf der Flucht, sie alle bedürfen der Unterstützung, sie alle sind auf Hilfe angewiesen. Das gilt selbstverständlich für Menschen aus der Ukraine, aber auch für jene Menschen, die auf den griechischen Inseln seit Jahren unter katastrophalen Bedingungen leben müssen“, erklärt Roland Koslowski, Bezirksvertretung Hamm – Mitte.

„Die wohnungspolitische Situation in den Kommunen ist katastrophal, sie ist gekennzeichnet durch Wohnungsnot, durch extrem hohe Mieten, eine hohe Anzahl von wohnungslosen Menschen und natürlich ist bezahlbarer Wohnraum längst zum Luxusgut geworden. Und das nicht nur, aber auch in Hamm.

Und doch gibt es Eigentümer, die ihre Immobilie vorsätzlich verrotten lassen. Prägnantes Negativbeispiel ist die sogenannte Stadtvilla (Heßlerstr./Marker Allee). Ein leerstehendes Gebäude das dem Verfall preisgegeben ist.  Seit Jahren führt die Verwaltung Gespräche mit dem Eigentümer, erfolglos. Eigentum verpflichtet, allerdings nicht zur Zerstörung, sondern zum Erhalt des Wohnraumes.

So begrüßenswert es ist, dass die Verwaltung sich an potentielle Vermieter:innen wendet um Wohnraum zu aquirieren, dringend geboten ist es Vermieter:innen die ihre Immobilen als Spekulationsobjekt missbrauchen und das Grundgesetz ignorieren, die gesetzlichen Grenzen aufzuzeigen und das Gebäude zu kommunalisieren. Viel Zeit bleibt nicht mehr“, so Koslowski weiter.  

„Die Kommune muss das Ziel haben, Wohnraum zu erhalten, denn genau das ist im Interesse aller Bürger:innen und dient dem Gemeinwohl aller, der lokalen Bevölkerung und den Geflüchteten. Der aktuelle Eigentümer der Immobilie an der Marker Allee verhält sich dagegen äußerst unsozial“, erläutert Koslowski abschließend.