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DIE LINKE: Kinder- und Jugendhilfe muss ausgeweitet werden

 „Regelmäßig wird in Krisenzeiten auf die Solidarität innerhalb der Gesellschaft verwiesen, sie wird beschworen und völlig zu Recht dabei auch auf Minderheiten verwiesen und somit auf die schwächsten Glieder in der Gesamtgesellschaft. Gerade in einer Stadt wie Hamm bleiben allerdings Kinder- und Jugendliche nahezu  unerwähnt. Prognostiziert wird die Zunahme häuslicher Gewalt, eine große Zahl von Kinder und Jugendlichen werden ambulant betreut oder im familiären Kontext unterstützt“, erklärt Roland Koslowski, Mitglied des Kinder- und Jugendhilfeausschusses.

„Wir alle wissen, nach der Krise wird es wie üblich Gewinner und Verlierer geben, die Reichen werden reicher und die Armen ärmer. Zu diesen Armen zählen insbesondere Kinder und Jugendliche. So ist aus dem Landesjugendamt (LWL) bekannt, das es einen enormen Anstieg an Beratungsbedarfen gibt“, so Roland Koslowski weiter.

Ein bundesweiter Appell von 100 Wissenschaftlern aus Studiengängen der Sozialen Arbeit und Pädagogik hat dabei für Aufsehen gesorgt. Jugendämter und Erziehungshilfen sind systemrelevant und müssen in diesen Tagen aufrechterhalten und ausgebaut werden, so die Experten.

„Die Realität sieht leider anders aus, für die notwendigen Hausbesuche des Jugendamtes bei Hinweisen auf Vernachlässigung oder Misshandlung von Kindern fehle es an Personal und Infektionsschutz, sie finden zum Teil nicht statt. Es gebe landesweit Hinweise, dass eine erhebliche Zahl an Kindern und Jugendlichen aus Wohngruppen, Heimen und Psychiatrien in die Herkunftsfamilien entlassen werde. Teils fehlen Pläne zur Betreuung der Kinder für den Quarantänefall“, so Koslowski weiter.

„Ähnlich wie bei Kindern von Arbeitnehmern in systemrelevanten Berufen, muss die Regelung der Notbetreuung (Schulen, Kitas) jetzt auch auf diejenigen Kinder und Jugendlichen erweitert werden, bei denen das Jugendamt eine Gefährdung erkennt. Daher möchten wir wissen, ist auch in der Stadt Hamm eine derartige Vorgehensweise angedacht. Finden noch Hausbesuche statt oder sind alle Mitarbeiter*innen des Jugendamtes im home office“, fragt Koslowski abschließend.

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