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DIE LINKE unterstützt die Forderungen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes - Auch in Hamm dringender Handlungsbedarf

Der Paritätische Wohlfahrtsverband fordert den Bund, die Länder und Kommunen dazu auf auch den Ärmsten in unserer Gesellschaft zur Hilfe zu kommen. Die LINKE Ratsfraktion Hamm unterstützt diese Forderungen ausnahmslos. „Der Vorsitzende des Paritätischen, Ulrich Schneider, hat einige sehr wichtige Punkte benannt, die in dieser Corona-Zeit viele bisher leider nicht bedacht haben. Es wurden in kürzester Zeit Hilfen für die Wirtschaft und den Mittelstand aus dem Boden gestampft. Das ist auch gut und richtig so. Was aber ist mit den Menschen die schon vor Corona in einer Prekären Lage waren?“ so Marion Josten, Ratsfrau für DIE LINKE im Hammer Rat.

„Wir haben in den letzten Wochen immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass Bezieher von Hartz 4 und Grundsicherung monatlich mehr Geld bekommen müssen, um sich ebenfalls ausreichend Versorgen zu können, und dass notfalls die Stadt in Vorleistung treten muss. Auch die besondere Situation des Homeschoolings bedarf einiges an Unterstützungsleistung. Es ist für alle Familien schwer, die Kinder plötzlich zuhause zu unterrichten, aber wie soll es funktionieren wenn noch nicht einmal die benötigte technische Ausstattung vorhanden ist? Auch da sind wir mit dem Paritätischen auf einer Linie. Das Jobcenter muss schnell und unbürokratisch einen Zuschuss für Bildungsteilhabe auszahlen damit Schüler*innen aus ärmeren Haushalten eine brauchbare Ausstattung zuhause haben, um die vielen virtuellen Bildungsangebote auch nutzen zu können,“ so Marion Josten weiter. Mit einer aktuellen Anfrage an den Sozialausschuss will DIE LINKE wissen, ob die Stadt bereits tätig geworden ist, um einer verschärften sozialen Spaltung entgegenzuwirken.  

„Auch an die besondere Gruppe der Wohnungslosen muss gedacht werden. Den letzten offiziellen Zahlen zufolge haben in Hamm 352 Menschen keinen festen Wohnsitz. Diese Menschen wohnen mal hier mal dort, bei Freunden und Bekannten. Dies war schon vorher ein Armutszeugnis unserer Gesellschaft aber gerade jetzt setzen wir diese Personen und jene die ihnen Unterkunft bieten einem physischen und psychischen gesundheitlichen Risiko aus. Der Paritätische Wohlfahrtsverband fordert die Kommunen auf, freie Hotelzimmer anzumieten, um die beengten Wohnverhältnisse zu entzerren. Dies Forderung unterstützen wir natürlich und setzen auf ein schnelles Handeln der Stadt. Primär stehen aber Land und Bund in der finanziellen Verantwortung. Die ohnehin finanzschwachen Kommunen können die finanziellen Auswirkungen der Corona Krise nicht schultern“ schließt Ratsfrau Marion Josten.

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