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DIE LINKE: “Zentralisierung der Gesundheitsversorgung ist der falsche Weg”

Ende dieses Jahres soll die Schließung des St. Josef Krankenhauses in Bockum-Hövel nach Betreiberangaben vollzogen sein. Darauf folge der Abriss des Gebäudes und die Neubebauung durch einen Investor. David Peplow, Bezirksvertreter der LINKEN in Bockum-Hövel, erklärt: “Die Ankündigung der Franziskus-Stiftung nun, nach dem Ausverkauf des Standortes Bockum-Hövel, mit einem medizinischen Versorgungszentrum zurückkehren zu wollen, ist natürlich frech. Nach den Erfahrungen der letzten Jahre sollten wir als Bezirksvertretung klar machen, dass wir die Gesundheitsversorgung der Menschen im Stadtbezirk demokratisch gestalten müssen. Daher führt kein Weg an einer kommunalen Trägerschaft vorbei.”

DIE LINKE hatte bereits für das Krankenhaus immer wieder eine Kommunalisierung ins Spiel gebracht. Die damalige Koalition aus CDU und SPD wollte die Möglichkeit der Umsetzung noch nicht einmal prüfen. Wenn es nun zu einer Zentralisierung des stationären Bereichs in Heessen komme, müsse laut Peplow die Stadt ein kommunales medizinisches Versorgungszentrum betreiben. “Die Franziskaner führen uns vor Augen, was der politisch von SPD und Grünen geschaffene Gesundheitsmarkt bedeutet. Am Ende zählt nicht die angemessene Gesundheitsversorgung der Menschen im Stadtbezirk, sondern die Ökonomie bestimmt.”

 

“Ein ähnliches Trauerspiel erleben wir gerade mit der Kassenärztlichen Vereinigung und der vom Santa-Monica-Platz nach Heessen verlagerten Notfallpraxis”, so Peplow weiter. Er halte die Zentralisierung der Gesundheitsversorgung für den falschen Weg. Er ergänzt: “Wir begrüßen natürlich, dass zur Verlegung der Notfallpraxis nun zumindest die Mehrheit der Bezirksbürgermeister:innen ein politisches Signal an die Kassenärztliche Vereinigung sendet und sich der Gesundheitsausschuss mit dem Thema befassen wird. Ein ähnliches Engagement hätten wir uns auch für den Erhalt des St. Josef Krankenhauses gewünscht. DIE LINKE hat dafür die Tür durch entsprechende Anträge im Rat stets offen gehalten, stieß allerdings auf Ablehnung bei den anderen Parteien. Zeitgleich ist es allerdings befremdlich, dass es auch hier die Ratskoalition nicht schafft, alle Stimmen in Einklang zu bringen. Das Ausscheren der Heessener Bezirksbürgermeisterin finde ich unmöglich. Wir brauchen ein solidarisches Gesundheitswesen, dass für die Versorgung der Menschen einsteht. Gesundheit ist keine Ware. Sie ist Grundversorgung und kein Luxus einzelner Stadtteile!”