Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Ratsfraktion Die Linke

Intensivpädagogische Erziehungshilfen im Ausland

Sehr geehrte Frau Schwienhorst,

 

wir bitten um die Beantwortung der nachstehend aufgeführten Fragen.

 

In den letzten Monaten wird das Thema intensivpädagogische Hilfen im Ausland   – sogenannte Standprojekte – verstärkt diskutiert.

Populistisch  gibt es in den Medien eine ganze Reihe von Darstellungen über “Arbeitslager“ bis hin zu „Luxusurlaub“. Mittlerweile leben ganze Fernsehserien von diesem Thema. Auch gab es in der Presse Berichte von Missständen bezüglich der Kontrolle und der fachlichen Durchführung der oben genannten Maßnahmen.

 

Aus diesem Anlass bitten wir um die Beantwortung der nachstehenden Fragen,

für den Zeitraum von Januar 2008 bis Dezember 2010.

  1. Umfang der Maßnahmen im Bereich des Jugendamtes
  • Wie viele Maßnahmen wurden im Bereich des kommunalen  Jugendamtes jährlich seit Januar 2008 durchgeführt?
  1. Träger der Maßnahmen im Bereich des Jugendamtes.
  • Wer war Angebotsträger? Wie war die Verteilung der Maßnahmen auf die einzelnenTräger?
  • Welche Träger arbeiten in welchen Ländern?
  • Gibt es Maßnahmen die durchgeführt wurden oder werden, obwohl der Träger über keine Betriebserlaubnis verfügt?
  1. Durchführung und Überprüfung der Maßnahmen
  • Wie wird die Kontrolle der Maßnahmen durch das Jugendamt gewährleistet?
  • Gibt es Kontrollen vor Ort  seitens des Jugendamtes?
  • Wie wird die Einhaltung des Fachkräftegebotes kontrolliert?
  • Wie werden die Hilfeplangespräche organisiert?
  • Wie wird die fachliche Qualifikation z. B. der Pflegefamilien / -stellen vor Ort überprüft?
  • Wird in den Standprojekten deutsch gesprochen?
  • Werden die Teilnehmerinnen imAusland beschult?
  • Über welchen Zeitraum erstrecken sich die Maßnahmenim Durchschnitt?
  • Wie hoch ist der Anteil  von Teilnehmerinnen die mehrmals in Standprojekten untergebracht waren?
  • Werden für die Teilnehmerinnen schulische und berufliche Perspektiven entwickelt?
  • Welche Anschlusshilfen und Reintegrationsmaßnahmen werden für die Teilnehmerinnen -  besonders nach langer Dauer – vorgehalten?
  • Wie hoch ist der Anteil der Teilnehmerinnen, die nach erreichender Volljährigkeit im Umfeld der Maßnahme verbleiben?
  • Wie werden die Maßnahmen evaluiert?

 

Mit freundlichen Grüßen                                          FdR

 

Alisan Sengül                                                        Roland Koslowski