Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

LINKE: Gesundheitsversorgung in Bockum-Hövel wichtiger als Profite

“Klarheit haben wir vor allem in einem Punkt gewonnen: Viel zu leicht haben sich CDU, SPD, Grüne und FDP das Heft des Handelns aus der Hand nehmen lassen”, sagt Roland Koslowski, DIE LINKE im Rat der Stadt Hamm, zur Sondersitzung der Bezirksvertretung Bockum-Hövel am 29. April 2019. “Die Menschen in Bockum-Hövel haben in den letzten Jahrzehnten die Herausforderungen des Strukturwandel zu meistern gehabt. Da hätten wir von den Vertretern der Ratsmehrheit und ihren Koalitionspartnern in Lauerstellung mehr Kampfeswillen erwartet können, um wenigstens den Gesundheitsstandort zu erhalten. Wir finden nach wie vor, dass es Aufgabe der Politik ist, die Gesundheitsversorgung der Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt zu gestalten. Anstatt den guten und wichtigen Gesundheitsstandort Bockum-Hövel Kapitalinteressen zu opfern, wäre eine Kommunalisierung des Krankenhauses nach wie vor der richtige Weg.”

Die Sondersitzung der Bezirksvertretung Bockum-Hövel war anberaumt worden, um über den aktuellen Stand der geplanten Veräußerung des Grundstückes des heutigen St. Josef Krankenhauses durch die St.-Franziskus-Stiftung zu informieren. Dabei gaben die Vertreter der Stiftung und der beauftragten Anwaltskanzlei bekannt, dass keiner der nunmehr in der engeren Auswahl stehenden, potentiellen Käufer eine Weiternutzung des Gebäudes anstrebt und auch die Ansiedlung eines Gesundheitszentrums unwahrscheinlich erscheint. Sie verwiesen darauf, dass sich kein potentieller bei der beauftragten Anwaltskanzlei gemeldet habe, der einen Erhalt des Gebäudes und eine Weiternutzung als Gesundheitsstandort anstrebe.

“Die eigentliche Frage blieb dabei allerdings unbeantwortet: Hat sich ein solcher Investor direkt an die St.-Franziskus-Stiftung gewandt und wie ist man dort mit einer solchen Interessenbekundung umgegangen?” gibt Koslowski zu bedenken. Nach Information der Bürgerinitiative für den Erhalt des Krankenhauses habe ein solches Kaufinteresse bereits vor Eröffnung des Bieterverfahrens und damit der Einschaltung der Anwaltskanzlei vorgelegen.

Die Fraktion DIE LINKE schließt sich der Kritik an dem Vorgehen der Franziskaner durch die  Bürgerinitiative für den Erhalt des St.-Josef-Krankenhauses an. Koslowski weiter: “Ich kann den Unmut vieler Menschen in Bockum-Hövel voll und ganz nachvollziehen. Die Franziskaner haben von Anfang an das einseitige Ziel verfolgt, den Gesundheitsstandort Bockum-Hövel zu schließen und größtmöglichen Profit aus dem Verkauf des Grundstückes zu schlagen. Die Belange des Stadtteils und der dort lebenden Menschen stehen dabei hintenan. Ich hätte mir von vielen der beteiligten Akteuren mehr Respekt im Umgang mit den Wünschen der Bürgerinnen und Bürger gewünscht. Seit Jahren wird hier taktiert und Teile der Politik ducken sich weg, anstatt nach Mitteln und Wegen zu suchen, die gesundheitliche Versorgung der Menschen auch weiterhin sicherzustellen und den Stadtbezirk insgesamt nach vorne zu bringen.”

 

Verwandte Nachrichten

  1. 23. Mai 2019 DIE LINKE - "CDU, SPD und Grüne pfeifen auf Bürgerwille"