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LINKE sieht akuten Handlungsbedarf beim ÖPNV

“Die aktuellen Fahrgastzahlen zeigen die Misere der Verkehrs- und Klimapolitik in Hamm. Dort, wo eigentlich ein Mehr an ökologisch sinnvoller Personenbeförderung stehen müsste, tritt die Politik der Ratsmehrheit auf der Stelle”, so Marion Josten, Ratsfrau der LINKEN Hamm. Die Stadtwerke berichteten jüngst, dass 2018 rund 220.000 Fahrgäste weniger als im Vorjahr das Busangebot in Hamm genutzt hätten. “Wir haben in der Vergangenheit mehrfach Wege aufgezeigt, um den Busverkehr in Hamm attraktiver zu gestalten. Der mutlose Verzicht auf die Ziehung grundlegender Konsequenzen von CDU und SPD verhindert die Entwicklung eines zukunftsfähigen, umweltverträglichen verkehrspolitischen Gesamtkonzeptes für diese Stadt.”

“Wir können als Kommune zeigen, wie wie es geht, BürgerInnen zu motivieren vermehrt den ÖPNV zu nutzen, hin zur Verringerung des Individualverkehrs und gleichzeitig Mobilität aller Bürgerinnen zu ermöglichen. Wir können zeigen, dass wir es ernst meinen mit dem Bemühen um eine Verminderung der CO2 Belastung”, so Josten weiter. Dafür wäre es höchste Zeit schnellstmöglich die Preiserhöhungen der letzten Jahre  zurück zu nehmen und eine vollständige Ringbuslinie einzuführen. Kürzere Taktzeiten, neue Linien, Kombitickets und mehr Personal würden den ÖPNV bei den Bürgerinnen und Bürgern nachhaltig als Alternative zum Auto verankern. Darüber hinaus erinnert Josten an den von der LINKSFRAKTION angeregten Modellversuch für ein stark vergünstigtes Monatsticket. Diese Maßnahmen müssten Hand in Hand gehen. “Wem nützt ein günstiges Ticket, wenn abends um 18 Uhr oder 20 Uhr der letzte Bus fährt und eine Ringbuslinie, die erst nach 8 Uhr beginnt, wenn ich sie morgens um 6 Uhr benötige?”

Insgesamt müsse man sich vor Augen halten, dass der ÖPNV zur öffentlichen Daseinsvorsorge gehöre und ebenso wie Schulen und Krankenhäuser keinen Gewinn erzielen müsse. Josten erklärt: “Darüber hinaus werden die wirklichen Kosten der einzelnen Verkehrsträger nicht realistisch berücksichtigt. Beim motorisierten Individualverkehr fallen die Schädigung der Gesellschaft durch Lärm, Unfälle, Abgase und Platzverbrauch unter den Tisch. Ein Rückgang würde dringend benötigte Mittel freisetzen, um den Öffentlichen Nahverkehr auszubauen und günstigere Tickets bis hin zum Nulltarif anzubieten. Dafür braucht es politischen Gestaltungswillen für eine verlässliche, umweltfreundliche und attraktive Mobilität für alle!”

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