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Ratsfraktion DIE LINKE. Hamm

Mutter gibt Lebenszeichen – WA 18.03.2014

"Wir sind keineswegs überrascht über die Berichterstattung im WA. Hilferufe von Familien bleiben in Hamm ungehört, ebenso die Hinweise auf Kindeswohlgefährdung. Die Mitarbeiter des Jugendamtes allerdings sind durch Herrn Termath per Dienstanweisung gebunden. Stationäre Unterbringungen in Hamm sollen aus Kostengründen verhindert werden - wegsehen ist kostenneutral. Seit Jahren weisen wir darauf hin, dass die Personalsituation im Jugendamt mehr als angespannt ist. Seit Jahren fordern wir nicht nur mehr Personal, sondern auch eine bessere finanzielle Ausstattung des Jugendamtes. Alle Fraktionen im Rat haben das wiederholt abgelehnt," erklärt Roland Koslowski, Fraktionsgeschäftsführer.

"Herr Termath ist als Sparkommissar nach Hamm geholt worden und hat Pandoras box geöffnet. Nicht das Wohl der Minderjährigen hat Priorität, sondern das Wohl des kommunalen Haushaltes, darauf haben wir in der Ratssitzung im Dezember 2013 hingewiesen. Wer glaubt, Kinderschutz per Dienstanweisung regeln zu können (Herr Termath 22.11.2013), der irrt und zwar gewaltig. Das Herr Termath sich nun offenbar bei der betreuenden Familie, nicht aber bei den Kindern entschuldigt hat, passt dabei ins Bild. Es ist völlig unzureichend, der Familie Gutscheine für die Versorgung der Minderjährigen auszuhändigen – zumindest eines der Kinder ist traumatisiert. ", so Koslowski weiter.

"Das Reaktionen durch das Jugendamt zu spät oder aber auch gar nicht erfolgen, stellt leider keinen Einzelfall dar. Uns sind weitere Fälle bekannt, in denen das Jugendamt durch Unterlassung vorsätzlich das Kindeswohl gefährdet. Wir hoffen allerdings, das durch die Berichterstattung im WA weitere betroffene Familien ermutigt werden, die Untätigkeit oder die Entscheidungen der Jugendamtsleitung nicht mehr widerspruchslos hinzunehmen", so Koslowski abschließend.