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Nordringpark: Schicker, schöner und exklusiv?

“Die Neugestaltung des Nordringparks darf kein Anlass sein, um Menschen von dort vertreiben. Einseitig auf ordnungspolitische Maßnahmen zu setzen ist ein Irrweg, der auch keine Zustimmung in den städtischen Gremien fand”, sagt Roland Koslowski, DIE LINKE in der Bezirksvertretung Mitte, zum erneuten Vorstoß der Bezirksbürgermeisterin gegen den Szene-Treff. “Seit Jahren haben wir im Rat und in der Bezirksvertretung auf die Notwendigkeit von aufsuchender Sozialarbeit hingewiesen. Mit der Fortschreibung des Wohnungsnotfallhilfekonzepts im vergangenen Herbst gab es erstmals Ansätze dafür, dieses eklatante Versäumnis aufzuholen. Das kann allerdings nicht in einem kurzen Zeitfenster ausgeglichen werden. Es braucht Zeit und Rückendeckung.”

“Zum wiederholten Male attackiert die Bezirksbürgermeisterin die Beschlüsse des Rates, der Bezirksvertretungen und der Fachausschüsse.” so Koslowski weiter. Es ist dort ein Konzept beraten und empfohlen worden, dass eine Begleitung durch aufsuchende, soziale Arbeit für den Szene-Treff vorsah. “Einer Verlagerung über die Köpfe derjenigen hinweg, die sich dort seit Jahren treffen, wurde eine klare Absage erteilt. Vielmehr bestand der Wunsch, endlich verlässliche und tragfähige Gesprächskanäle zu gesellschaftlichen Minderheiten aufzubauen. Anlaufen soll das Projekt ab dem Sommer. Diesen demokratischen Beschluss sollte Frau Baranski nicht nur respektieren, sondern sich für die zeitnahe Umsetzung einsetzen, statt ständig an einer Drohkulisse aufzubauen.

“Im neugestalteten Nordringpark wird sich der Charakter dieser Stadtgesellschaft zeigen: Dominieren die Solidarität und die gegenseitige Rücksicht, oder dominiert der kaltherzige Egoismus?” führt Koslowski abschließend aus. “Physisch oder psychisch erkrankte Menschen brauchen vor allem Hilfe und keine Ausgrenzung. Dazu gehört mehr Prävention, kontinuierliche Beratung und dauerhafte sozialpolitische Angebote. Die Aussagen der Bezirksbürgermeisterin lassen eher auf völlige Empathielosigkeit schließen. Genau das aber ist beschämend für eine ehemalige Gewerkschaftssekretärin.“