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Paketzentrum hätte nicht in Betrieb gehen dürfen 

“Spätestens mit der einstimmigen Ausrufung des Klimanotstands durch den Rat müsste jedem und jeder klar sein, das DPD Paketzentrum hätte nicht in Betrieb gehen dürfen”, sagt Marion Josten, Bezirksvertreterin der LINKEN in Pelkum. “Die Logistikbranche steht für einen erheblichen Ressourcenverbrauch (Flächen, Wasser, Energie) und hohe Umweltbelastung durch Emission von Luftschadstoffen und Treibhausgasen. Das ist mit unserer Verpflichtung zur Eindämmung des Klimawandels nicht in Einklang zu bringen.”

Darüber hinaus bekräftigt die LINKE Bezirksvertreterin ihre Kritik an den Arbeitsbedingungen in der Logistikbranche. “Der Ausbau der Logistikbranche hat in Hamm zu einem Mehr an miesen Arbeitsbedingungen und Lohndumping geführt. Viele Menschen wurden in Niedriglohn oder sogar in sogenannte geringfügige Beschäftigungsverhältnisse gedrängt. Ausbildungsplätze fehlen in dieser Stadt insgesamt und im neuen Paketzentrum im Besonderen. Herr Steffens als Chef der Wirtschaftsförderung sollte diese bittere Realität zur Kenntnis nehmen, anstatt sie zu beschönigen und die Menschen in dieser Stadt immer wieder zu vertrösten.”  

“Da die Wirtschaftsförderungsgesellschaft augenscheinlich nicht Willens ist, wäre die große Koalition aus CDU und SPD gut beraten, die von Gerhard Draband, Bundesverband Mittelständische Wirtschaft, aufgeworfene Frage zu beantworten”, mahnt Josten. “Wo sind die versprochenen Industriearbeitsplätze und die Unternehmensansiedlungen mit Zukunftstechnologien, die diese Stadt als Wirtschaftsstandort voranbringen und den Menschen auskömmliche Beschäftigungsverhältnisse garantieren?”

Man müsse zu dem Schluss kommen, dass es ein Fehler von CDU und SPD gewesen sei, den Ausbau der Logistikbranche immer weiter voran zu treiben. “Es ist doch nicht hinnehmbar, wenn durch eine falsche Ansiedlungs- und Wirtschaftspolitik heute bereits jeder dritte Vollzeit-Erwerbstätige Mensch in Hamm aufstockende Leistungen beziehen muss und über 11.000 Menschen ausschließlich geringfügig Beschäftigt sind. Da ist eine ehrliche Bestandsaufnahme mehr als überfällig, um eine Perspektive auf auskömmliche Erwerbsarbeit und klimapolitisch sinnvolle Entwicklung für diese Stadt auszuarbeiten.”

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