Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Private machen Probleme im ÖPNV

“Wer an Private ausgliedert, muss sich nicht wundern, dass irgendwann mit den schlechteren Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten, auch die Qualität für die Bürgerinnen und Bürger nicht mehr stimmt”, sagt Joachim Grünheidt, Mitglied der LINKEN im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr. Die Häufungen der Beschwerden über die Firma Breitenbach, die im Auftrag der Stadtwerke einige Buslinien in Hamm betreibt, belegen das.

Insbesondere zur Notlage einer Diabetikerin in der Buslinie 9 sagt Grünheidt: “Es ist löblich, dass die Stadtwerke umgehend reagieren und ihre eigenen Mitarbeiter*innen diesbezüglich sensibilisieren wollen. Ziel muss allerdings sein, dass im gesamten Hammer Busverkehr die gleichen hohen Qualitätsstandards gelten. Das ist natürlich einfacher, wenn alles aus einer Hand kommt. Bis dahin müssen die Stadtwerke ernsthaft mit Breitenbach über Qualität und Arbeitsbedingungen ins Gespräch kommen.”

Bei der Qualität des Gesamtangebots des ÖPNV sehe er allerdings noch Luft nach oben. Grünheidt: “Der ÖPNV muss zeitnah attraktiver gestaltet werden: Die Taktzeiten müssen ausgeweitet und neue Linien eingeführt werden. Eine Ringbuslinie würde viel zur Mobilität der Bürger*innen beitragen. Auch die Fahrpreise müssen kundenfreundlicher gestaltet werden– wir fordern weiterhin ein echtes Sozialticket, das diesen Namen auch verdient. Es ist nicht akzeptabel, dass wir hier bei uns in Hamm einen der teuersten ÖPNVs ganz Deutschlands haben.”