Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

RLG Trasse: DIE LINKE lehnt Flächenkauf für Schnellstraße ab

In einer Sondersitzung des Rates wurde der Flächenankauf zur Verwirklichung eines weiteren Straßenneubaus als Zubringer für die B63n, der sog. RLG-Trasse, mit den Stimmen von SPD, CDU, FDP und Grünen beschlossen. DIE LINKE stimmte dagegen. Roland Koslowski erklärt das Abstimmungsverhalten der LINKEN im Rat der Stadt Hamm: “Die geplante RLG-Trasse würde einen Grünstreifen im Hammer Süden vernichten, der heute von vielen Menschen zur Naherholung und als Fuß- und Radwege-Verbindung genutzt wird. Er erfüllt eine wichtige Funktion für den Sozialraum, die wir nicht zugunsten des Schwerlastverkehrs opfern möchten. Daher haben wir die Ausübung des Vorkaufsrechts durch die Stadt Hamm für den Straßenneubau abgelehnt.”

Dieses Vorkaufsrecht zur Verwirklichung einer Schnellstraße, der sog. RLG-Trasse, geht auf eine Satzung aus dem Jahr 2011 zurück. Damals hatten sich in der Bezirksvertretung Mitte noch Grüne, SPD und LINKE dagegen positioniert. Koslowski ergänzt: “Die als Zubringerstraßen für die B63n zu bauenden Straßen K35n in Pelkum und die RLG-Trasse im Hammer Süden komplettieren den verkehrspolitischen Wahnsinn der Koalition. Da die Grünen die Pläne für die innerstädtische Autobahn für den Schwerlastverkehr gemeinsam mit ihren Koalitionspartnern und der CDU im Rat beschlossen haben, ist ihre erneute Zustimmung für Flächenversiegelung, Abgase und Lärm leider nur folgerichtig. Die Lobby der Niedriglohn-Arbeitgeber aus der Logistikbranche wird es freuen. Eine ökologisch sinnvolle und sozial ausgewogene Politik ist das nicht.”

Der Verlauf der geplanten RLG-Trasse liegt in weiten Teilen parallel zur vierspurigen Richard-Wagner-Straße entlang des Schienenstrangs (Ruhr-Lippe-Eisenbahn) von der Werler Straße bis zur Grünstraße und wird weitergeführt bis zur Kreuzung Östingstraße/Alleestraße. DIE LINKE setzt sich weiterhin für den Erhalt des Grünstreifens ein.