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Roland Koslowski

Schulentwicklungsplan für die Stadt Hamm - Beschlussvorlage 678/11

Herr Oberbürgermeister,

meine Damen und Herren,

eigentlich ist zu der vorliegenden Beschlussvorlage, sowie zum Schulentwicklungsplan bereits alles gesagt. Aber, Herr Herter, Ihr Redebeitrag war unerträglich und kann nicht unkommentiert bleiben. Was sie hier ausgeführt haben, ist pathetisch und inhaltsleere Wortakrobatik, noch Gestern hätten Sie und ihre Fraktion diese Vorlage abgelehnt, jetzt stimmen sie zu. Sie beugen sich dem Druck aus Düsseldorf.

Die vorliegende Beschlussvorlage ist in keiner Weise geeignet, den Schulfrieden in Hamm zu gewährleisten, der von ihnen beschworene Schulkonsens wird dadurch nicht erreicht. Diese Vorlage ist nichts weiter als machtpolitische Demonstration, sie ist ein Diktat, insbesondere für die Bürgerinnen und Bürger im Stadtteil Herringen. Diesen Stadtbezirk haben die Mehrheitsfraktionen im Rat als auch die Grünen – und nun auch die SPD - politisch und bildungspolitisch längst aufgegeben.

In Herringen gibt es in der Bezirksvertretung eine politische Mehrheit für die Gemeinschaftsschule mit gymnasialer Oberstufe, zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate haben Bürgerinnen und Bürger durch die Sammlung tausender Unterschriften dokumentiert, dass diese Schule gewollt ist. Diese Realitäten ignorieren Sie und reden von Schulfrieden, das ist die oft beschriebene Arroganz der Macht.

Diese Beschlussvorlage fördert Schultourismus und weitaus schlimmer, sie zerstört die gewachsenen sozialen Beziehungen und Bindungen. Die vorgesehenen Gebäudeaufgaben sind in der Summe vorschnell und verbauen perspektivisch die Möglichkeit Inklusion umzusetzen.

Danke.