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Schulwegtickets: LINKE fordert kreative Lösung von der Stadt

“Es ist nicht hinnehmbar, dass das NRW-Schulministerium Schülerinnen und Schüler von Gesamtschulen gegenüber Gymnasiast*innen benachteiligt. Es müssen nun kreative Lösungen vor Ort gefunden werden, um die Politik der sozialen Kälte der Landesregierung auszubügeln”, kommentiert Alisan Sengül, Fraktionsvorsitzender der LINKEN im Rat der Stadt Hamm. Nach Aufforderung des Ministeriums musste die Stadt Hamm nun die Praxis der Fahrtkostenübernahme anpassen. Bislang wurden im Rathaus Schüler*innen von Gymnasien und Gesamtschulen gleich behandelt.  “Die Wahl der Schule darf sich nicht nach dem Geldbeutel der Eltern richten.” 

“Aber auch das mit großem Getöse angekündigte Schulwegticket der Ratskoalition aus CDU und SPD versagt am eigenen Anspruch. Es sollte eigentlich “ein einheitliches günstiges Schülerticket in Hamm” werden, “welches rund um die Uhr und 7 Tage die Woche gültig ist”. Herausgekommen ist ein bürokratisches Stückwerk, dass vor allem eins nicht schafft: Mobilität für alle zu ermöglichen!” sagt Sengül. Den aktuellen Fall solle man zum Anlass nehmen, um die Regelungen grundlegend zu überarbeiten. Vor der komplizierten Abstufung in Gruppen mit unterschiedlichen Eigenanteilen hatte DIE LINKE bereits bei der Einführung des neuen Schulwegtickets gewarnt. 

Grundsätzlich müssen Schülerinnen und Schüler die Schule besuchen, die ihrem Wohnort am nächsten liegt. Ab 3,5 Kilometer Entfernung übernimmt die Stadt einen Teil der Fahrtkosten. Davon abgewichen werden kann, wenn beispielsweise nur eine entfernt liegende Schule den Besuch eines bilingualen Bildungsgangs ermöglicht. Dies gilt nach der Konkretisierung des Schulministeriums NRW allerdings nur für Gymnasien, nicht für Gesamtschulen mit gymnasialen Zweig.