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Roland Koslowski

Sonntagsöffnungszeiten, Beschlussvorlage 954/12

Herr Oberbürgermeister,

meine Damen und Herren,

„ Es wäre für uns alle eine Steigerung der Lebensqualität, wenn möglichst viele Beschäftigte gemeinsam an einem Tag in der Woche am sozialen, religiösen, sportlichen, politischen und kulturellen Leben teilnehmen und sich ehrenamtlich engagieren könnten.“ Dieses Zitat stammt aus einer Ver.di  Presseinformation. Ehrenamt und religiöse Teilnahme, dass Herr Hunsteger – Petermann, sind tragende Säulen ihres Weltbildes. Und die wollen sie opfern, weil die Argumente des Einzelhandels sie überzeugt haben? Es gibt nicht wenige Bürgerinnen und Bürger in dieser Stadt, die da ganz andere Phantasien entwickelt haben, auf welchem Altar Sie ihre Glaubwürdigkeit opfern.

Wir werden dieser Beschlussvorlage nicht zuzustimmen. Jeder Cent in dieser an Kaufkraft armen Stadt kann grundsätzlich nur einmal ausgegeben werden.  Daher ist es unsinnig, immer neue und zusätzliche verkaufsoffene Sonntage einzuführen. Denn wer am Sonntag einkauft – oder Gutscheine einlöst -  bleibt am Montag zu Hause. Wenn übrigens Gutscheine eingelöst werden, ist das Geld bereits geflossen, daher ist diese Argumentation völlig unsinnig.

In Hamm sind insgesamt 14 verkaufsoffene Sonntage geplant. Die Zahl hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Gleichzeitig ist es zu einer Verlängerung der Ladenöffnungszeiten auch an Werktagen gekommen. Der Weg, den Sie hier mit weiteren Sonntagsöffnungszeiten beschreiten wollen, stellt für viele Beschäftigte im Hammer Einzelhandel eine unzumutbare Belastung dar und wird sich nachteilig auf das Privatleben auswirken.

Deutlich macht diese Beschlussvorlage aber auch, Nordrhein – Westfalen benötigt dringend eine landesweite einheitliche Regelung. Die Mehrheiten im Landtag sind vorhanden, es sind SPD und Grüne, die diese Thematik in Düsseldorf schnellstens voranbringen müssen.

 

Danke.