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St. Josef: Fehlende Rückendeckung von Bund und Land

„Es ist ein Hoffnungsschimmer für den Erhalt des Krankenhauses in Bockum-Hövel“, sagt Alisan Sengül, Fraktionsvorsitzender der Hammer LINKEN zu der Idee der Einrichtung einer Geriatrie im St. Josef. „Aber es bleibt ein Kampf gegen Windmühlen, solange die Politiker von CDU, SPD und FDP in Bund und Land an Markt und Wettbewerb im Gesundheitswesen festhalten. Es braucht einen grundlegenden Kurswechsel. Wir brauchen eine Finanzierung der Krankenhäuser, wo die Heilung der Patienten in Vordergrund stehen soll und das Krankenhaus nicht rein nach wirtschaftlichem Gewinnprinzip auf dem Rücken der Beschäftigten und Patienten geführt wird.“

„Erst kürzlich bot NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann den Krankenhäusern in NRW eine Erhöhung der Landesmittel für Investitionen an. Dies verknüpfte er mit der Forderung nach einer Reduzierung der Klinikstandorte. Dabei muss man wissen: Das Land NRW ist verpflichtet, die notwendigen Investitionskosten der Krankenhäuser auch wirklich zu bezahlen. Die Mittel bleiben jedoch seit Jahren hinter dem Bedarf zurück. Es hat sich ein milliardenschweres Investitionsdefizit angehäuft. Auf diesem Wege werden Krankenhäuser absichtlich kaputt gespart“, so Sengül weiter.

Natürlich hoffe auch er, dass man mit der Einrichtung der Geriatrie dem marktradikalen Prinzip der Krankenhausplanung ein Schnippchen schlage könne. Doch solange ein Umdenken bei den Gesundheitspolitikern der anderen Parteien ausbleibe, befürchtet er, dass das Problem immer wieder aufkommen könne. Sengül abschließend: „Wir brauchen eine demokratische Krankenhausplanung, die sich am Bedarf der Menschen orientiert. Gesundheit ist keine Ware und ein Krankenhaus ist kein Luxus!“

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