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Ratsfraktion DIE LINKE Hamm

Stromsperren - Stadtanzeiger 25.11.2012, WA 24.11.2012

„Es ist in Hamm ja nicht ungewöhnlich, dass Informationen und Entscheidungen der Verwaltung nicht den politischen Gremien oder den Betroffenen mitgeteilt werden, sondern der  lokalen Presse. Schulpolitik und Stromsperren in den Privathaushalten sind da keine Ausnahme“, erklärt Marion Josten, stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Rat der Stadt Hamm.

„Unsere Anfrage an die Verwaltung hinsichtlich erfolgter Stromsperren in Hamm wurde bisher nicht beantwortet, statt dessen ist in der Lokalzeitung nachzulesen, dass sowohl Frau Helm als Stadtwerkesprecherin als auch Herr Hegemann als Stadtwerkegeschäftsführer die Größenordnung benennen können. 1.500 Stromsperren im Jahr 2012, Tendenz steigend. Und wenn Frau Helm emotionslos und vermeintlich wertneutral von „Versorgungsunterbrechungen“ spricht, dann bedeutet das für ca. 4.000 Menschen in dieser Stadt -  darunter Kinder, Alte und Kranke – zumindest zeitweise ohne Stromversorgung leben zu müssen“, so Josten weiter.

„Die von den Stadtwerken angekündigten „intelligenten“ Stromzähler sind nicht einmal als Teillösung tauglich – denn die betroffenen Bürgerinnen und Bürger können den Strom nicht bezahlen, sie sind arm. Energiepreise werden in den kommenden Jahren allerdings nicht einmal stabil bleiben, sondern weiter steigen und damit wächst auch die Gefahr weiterer  Stromsperren.“

„Der Bund der Energieverbraucher erklärt, dass in der gesamten Bundesrepublik mehr als 840.000 Haushalte – das sind über 2 Millionen Menschen -  von Stromsperren betroffen sind und fordert eine Kostenbefreiung für die ersten 500 Kilowattstunden, pro Jahr und Haushalt. Allein dieser Ansatz ist zielführend und kann Stromsperren zukünftig verhindern“, so Josten abschließend.