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Umstrukturierung Jugendgerichtshilfe

Umstrukturierung Jugendgerichtshilfe

„Es ist kein Zufall, dass der Gesetzgeber die Jugendgerichtshilfe im Jugendstrafrecht verankert hat. Das familiäre, schulische und soziale Umfeld der Jugendlichen / Heranwachsenden spielt bei der Urteilsfindung eine nicht zu ignorierende und damit wesentliche Rolle. Diese Aufgabe wurde in der Vergangenheit zum Nachteil der jungen Menschen durch die Stadt Hamm leider nur sporadisch wahrgenommen. Die durch den Oberbürgermeister im Dezember angekündigte Neustrukturierung – gemeint war die Einbindung der Jugendgerichtshilfe in die Familienhilfe – konnte das in Hamm omnipräsente Problem des Personalmangels natürlich nicht lösen. Es war der unsinnige Versuch, einen sogenannten Mitarbeiter*innenpool zu installieren. Ein gestriges System, dass bereits vor Jahrzehnten sowohl bei den Spitzenverbänden der Wohlfahrtspflege als auch in der öffentlichen Verwaltung gescheitert ist“, erklärt Roland Koslowski, Mitglied im Kinder- und Jugendhilfeausschuss.

„In ihrer personalpolitischen Hilflosigkeit entdeckt die Verwaltung nun das Subsidaritätsprinzip neu. Grundsätzlich spricht natürlich nichts gegen die Einbeziehung freier Träger, allerdings nur dann, wenn die Träger einem Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege angehören und durch die Kommune auskömmlich finanziert werden. Das beinhaltet unbefristete Arbeitsverträge, tarifliche Bezahlung und natürlich die Berücksichtigung von Tarifsteigerungen. Leider hat die Verwaltung bei der Auswahl der Träger in der Vergangenheit nicht immer im Sinne der Betroffenen agiert. So ist es denn wünschenswert, das primär auf die Fachlichkeit und damit die Qualifikationen der Mitarbeiter*innen geachtet wird. Haushaltspolitische Belange sind der Fachlichkeit unterzuordnen und nicht umgekehrt. Im Fokus muss das Wohl der Kinder/ Jugendlichen/ Heranwachsenden stehen. Und genau das ist in der Jugendgerichtshilfe viel zu lange ignoriert worden“; so Koslowski weiter.  
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  1. 3. Dezember 2018 Jugendgerichtshilfe