Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Roland Koslowski

WA Bericht Kinderquote

Es ist erfreulich, dass Hamm eine der kinderreichsten Städte in der Bundesrepublik ist. Kinderreichtum beinhaltet allerdings auch immer eine gesellschaftspolitische und damit kommunale Fürsorgepflicht, erklärt Roland Koslowski, Ratsmitglied und stellv. Mitglied im Kinder- und Jugendhilfeausschuss.

Und davon ist diese Stadt weit entfernt. Hamm ist die Stadt der größten Kinderarmut, Tendenz steigend. Hamm ist die Stadt mit einem riesigen Bildungsgefälle. Und genau diese Tatsache ist nun ebenfalls statistisch belegt. Hamm belegt den vorletzten Platz bei der  Akademikerquote. Diese Platzierung ist kein Erfolg, sondern eine Ohrfeige für die Schul- Bildungs- und Sozialpolitik der Mehrheitsfraktionen. Investiert wird in dieser Stadt in  Straßen, in Gebäude und Plätze, während Schulen geschlossen oder zusammengelegt werden. Präventive und zukunftsorientierte Strategien sehen anders aus. Der hohe Anteil von Kindern und Jugendlichen in dieser Stadt, die unterhalb der Armutsgrenze leben und von schulischer Bildung und beruflicher Perspektive ausgeschlossen sind, ist perspektivisch eine unkalkulierbare Hypothek, hier muss konsequent gegengesteuert werden, so Koslowski weiter.

Wir brauchen dringend ein bezahlbares Mobilitäts- oder Sozialticket, eine gymnasiale Oberstufe auch im Stadtteil Herringen, ausreichend Kinderspiel- und Bolzplätze, kostenlose Kindergartenplätze und Kindertagesstätten, armutsfeste Einkommen und präventive Sozialarbeit. Dann ist Kinderreichtum Segen und Perspektive; Für jedes Kind, aber auch für die Gesellschaft, erläutert Koslowski abschließend.