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Weiterentwicklung der Schullandschaft in Hamm

Nur mit Sondergenehmigungen können die vier Hauptschulen im Sommer mit fünften Klassen an den Start gehen. Es gab zu wenige Anmeldungen, die Mindestzahl für eine Eingangsklasse pro Standort wurde nicht erreicht.

Selda Izci, DIE LINKE im Rat der Stadt Hamm, sagt: “Der Vorgang zeigt, wie absurd das sture Festhalten der Ampelkoalition an der Bestandsgarantie für diese Schulform ist. Dass SPD, Grüne und FDP die Schullandschaft in Hamm in ihrem Koalitionsvertrag auf den heutigen Stand festschreiben, ist auch aus Respekt vor dem Schüler:innen- und Elternwillen überholt. Da müssen sich die drei Parteien endlich mal bewegen. Alles andere ist eine aktive Behinderung der zeitgemäßen Weiterentwicklung der Schullandschaft, die eine Schule für alle in den Mittelpunkt stellt.”

“Gleichzeitig verzeichnen die Gesamtschulen, dort wo es sie gibt, einen stetigen Zulauf. Dem daraus ersichtlichen Wunsch gilt es zu respektieren und endlich eine flächendeckende Versorgung mit Gesamtschulen in Hamm aufzubauen. Für die folgerichtige Schaffung eines vierten Standorts würde sich natürlich Heessen anbieten”, so Izci weiter, die gleichzeitig als Bezirksvertreterin in Heessen DIE LINKE vertritt. “Es passt nicht zum Wahlkampfversprechen von Herrn Herter, Hamm zur familienfreundlichsten Stadt Deutschlands machen zu wollen. Jede Schülerin und jeder Schüler soll in Hamm die Möglichkeit haben, jeden Schulabschluss in jedem Stadtteil zu machen. Eine weitere Gesamtschule wäre für ein wichtiger Schritt dahin.”

DIE LINKE bekräftigt damit ihre Forderung für eine vierte Gesamtschule in Hamm. Izci erklärt abschließend, warum DIE LINKE seit Jahren dafür kämpft: “Die frühe Trennung in verschiedene Schulformen zementiert nachweislich soziale Unterschiede. Denn Bildungserfolg ist in Deutschland nach wie vor an die soziale Herkunft gekoppelt. Deswegen ist eine gute Gemeinschaftschule so wichtig. Wir brauchen längeres gemeinsames lernen, inklusiven Unterricht, gut ausgestattete und barrierefreie Schulen mit multiprofessionelen Teams. Gesamtschulen bieten hierfür die besten Voraussetzungen.”