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Wohnungslosigkeit: LINKE fordert bessere Hilfen, zentrale Anlaufstelle und sozialen Wohnungsbau

“Der dramatische Anstieg der Wohnungslosigkeit muss Anstoss für eine Überarbeitung der Hilfsangebote in Hamm sein. Bislang wurden DIE LINKEN Vorschläge im Rat abgeschmettert, die Hilfen für Wohnungslose besser zu verzahnen und an eine Notfallunterkunft in der Innenstadt anzubinden”, sagt Selda Izci, Vertreterin der LINKEN im Rat der Stadt Hamm. Gerade unter den Bedingungen der Corona-Pandemie dürfe es keinen weiteren Aufschub geben. Noch im April dieses Jahres hatte die Stadt Hamm weitergehende Maßńahmen auf Anfrage der LINKEN im Sozialausschuss abgelehnt.  

Nun veröffentlichten die freien Träger mit ihrer Stichtagserhebung ein Alarmsignal für die Stadt Hamm. Sie berichteten von einer Verdopplung in den letzten fünf Jahren. Aktuell sind 477 Menschen ohne Wohnung in Hamm. Es ist zu erwarten, dass sich die Lage durch die Pandemie nochmal verschärfen wird. 

“Besonders in der kalten Jahreszeit, aber auch angesichts der Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens, ist es wichtig, eine Aufenthaltsmöglichkeit für Wohnungslose mit sozialer Begleitung an zentraler Stelle im Stadtgebiet zu schaffen”, so Izci weiter. Nachdem das von DIE LINKE immer wieder eingebrachte Gebäude an der kleinen Alleestraße abgerissen worden ist, könnte eine kurzfristige Übergangslösung nötig werden. Die Stadt Dortmund hat dies jüngst mit einem Zelt nahe des Hauptbahnhofs umgesetzt. 

Izci ergänzt: “Darüber hinaus muss man die wachsende Wohnungslosigkeit in dieser Stadt als Spitze des Eisberges einer verfehlten Wohnungspolitik ansehen. Es ist Aufgabe der neuen Rathauskoalition ihren Worten nun Taten folgen zu lassen und den sozialen Wohnungsbau im Sinne breiter Schichten der Bevölkerung in Hamm zu reaktivieren. Aus dem Wohnungsmarkt muss insgesamt der Druck herausgenommen werden.” Diese Forderung der LINKEN war auch von den freien Trägern der Wohnungslosenhilfe in den vergangenen Jahren mehrfach geäußert worden.

 

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