Zum Hauptinhalt springen

Gesamtschule statt Sekundarschule!

„Auch wenn diese schulpolitische Einsicht der Großen Koalition in Hamm spät kommt – sehr spät – begrüßen wir als DIE LINKE deren neue positive Einstellung zum Konzept des längeren gemeinsamen Lernens", ist Alisan Sengül, Fraktionsvorsitzender, erfreut darüber, dass im zurzeit neu zu erstellenden Schulentwicklungsplan eine dritte Gesamtschule, die jahrelang von CDU und FDP verhindert wurde, nicht mehr ausgeschlossen wird.

 „Seit Jahren erklären wir im Rat, dass das Modell der Sekundarschulen, obwohl hier bedingt gemeinsam gelernt wird, schulpolitischer Nonsens ist, weil die Oberstufe fehlt. Für viele Eltern und Schüler bleibt dieser Schultyp deshalb uninteressant. Das bestätigen auch die landesweiten Zahlen, so hat mehr als jede zehnte Sekundarschule in NRW es im neuen Schuljahr nicht geschafft, die mindestens erforderlichen 60 Anmeldungen für die fünfte Klasse zu erreichen. Wir fordern aus demselben Grund, dass statt Sekundarschulen weitere Gesamtschulen eingerichtet werden", so Sengül weiter. 

In jedem Stadtbezirk müsse jeder Schulabschluss möglich sein, deshalb beharre DIE LINKE Hamm auf ihrer Forderung nach einer Gesamtschule in Heessen. Dazu müsse nur der Plan im Koalitionsvertrag erweitert werden, denn laut diesem möchten CDU und SPD „eine zweite Sekundarschule im Stadtbezirk Heessen am Standort Karlschule unter Aufgabe des Standorts Martin-Luther-Schule" errichten. „Hier wäre es viel sinnvoller und auch im Interesse der Schüler*innen, statt einer Sekundarschule direkt eine Gesamtschule zu etablieren", erklärt Sengül. Er verweist darauf, dass im Koalitionsvertrag auch die Möglichkeit angesprochen werde, auch die einzige Sekundarschule in Hamm, die Arnold-Freymuth-Schule, „bei Bestehen einer nachhaltigen 4-Zügigkeit zur Gesamtschule" umzuwandeln – "warum also in Heessen einen schulpolitischen Umweg machen?", fragt Sengül.