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LEG Wohnen: Frieren für den Aktienkurs

“So pünktlich wie der Winter kommen auch die Meldungen über frierende Mieterinnen und Mieter der LEG Wohnen in Hamm und anderswo”, kommentiert Roland Koslowski, DIE LINKE im Rat der Stadt Hamm. Der Westfälische Anzeiger hatte in den vergangenen Wochen in mehreren Artikeln über erhebliche Mietmängel, verspätete Behebung und mangelhafte Kommunikation des Düsseldorfer Konzerns in Hamm berichtet.

 

“Die Bewohner der LEG Immobilien frieren für den Aktienkurs. Im vergangenen Quartal steigerte der Wohnungskonzern seinen Gewinn auf 127,3 Millionen Euro nach Steuern - eine deutliche Steigerung von den 77 Millionen Euro im Vorjahr”, führt Koslowski weiter aus. Er habe kein Verständnis dafür, dass das Unternehmen vielerorts seinen grundlegenden Verpflichtungen nicht nachkomme. 

“Der Konzern erwirtschaftet seine Gewinne mit dem Grundbedürfnis der Menschen nach Wohnraum. Spätestens wenn er diesen noch nicht einmal in adäquaten Zustand erhält, muss man einschreiten. Leider hat die Ratsmehrheit einen anderen Weg eingeschlagen und mit ihrer Wohnrauminitiative eine stärkere Zusammenarbeit mit den Profiteuren der Mietenkrise angekündigt. Das Gegenteil wäre vonnöten: Eine engmaschige Kontrolle und Auflagen zur Beseitigung von Mietmängel und auf lange Sicht die ausreichende Bereitstellung von gutem, bezahlbarem und barrierefreiem Wohnraum durch die öffentliche Hand.” Letzteres würde die Überführung der Wohnungsbestände der riesigen Wohnungskonzerne ins Eigentum gemeinnütziger, öffentlicher Träger nötig machen, sagt Koslowski. “Die LEG hätte niemals privatisiert werden dürfen. Während viele Menschen ihre Miete kaum noch bezahlen können, sprudeln die Gewinne. Für dieses Ziel treibt die LEG die Mieten Jahr für Jahr weiter in die Höhe. Das sind Gewinne, die aus den Taschen der Mieterinnen und Mieter gezahlt werden."