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Sprachkitas: DIE LINKE warnt vor Kürzungen in Hamm

Letzte Woche gab das Bundesfamilienministerium bekannt, dass das Programm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ nicht fortgeführt wird. Dies geschieht, obwohl der Koalitionsvertrag der Ampel-Bundesregierung eine Fortführung vorsieht. Seit 2016 unterstützt der Bund mit dem Programm den sprachlichen Förderbedarf insbesondere in Kita-Einrichtungen in benachteiligten Stadtteilen. Dazu zählt auch zusätzliches Personal, das gezielt für die Sprachförderung eingesetzt wird. In Hamm profitierten davon bislang Kinder in 17 Einrichtungen.

Roland Koslowski, DIE LINKE im Rat der Stadt Hamm, erklärt: „Die Kürzung der Mittel für die Sprachförderung in Kitas ist skandalös. Entgegen den Beteuerungen aus dem Koalitionsvertrag setzt das Bundesfamilienministerium nun ausgerechnet bei der Förderung von Kindern den Rotstift an. Dieser Schritt muss im Bundestag korrigiert werden. Den Kürzungsplänen von SPD, Grünen und FDP muss Einhalt geboten werden.“

"Die Corona-Krise hat zu einem erhöhten Förderbedarf auch im sprachlichen Bereich geführt. Ein weiterer Krisenwinter könnte die Lage verschärfen. Das gerade hier von Familienministerin Lisa Paus, Grüne, gekürzt wird, ist schlimm. Besonders, da die Bundeswehr aktuell nicht weiß, wie sie das Sondervermögen-Geschenk der Ampel ausgeben soll. Statt des Abbaus im sozialen Bereich brauchen wir eine zukunfts- und krisenfeste Infrastruktur. Auch im Bereich der führkindlichen Betreuung, Bildung und Förderung. Der Bund muss sich endlich dauerhaft und verlässlich daran beteiligen."